Ratgeber Stress am Arbeitsplatz – Ursachen und Tipps zur Bekämpfung

Psychischer Stress am Arbeitsplatz ist längst keine Ausnahme mehr. Sie ist vielmehr zur täglichen Realität für viele Menschen geworden. Hohe Erwartungen, Termindruck und ständige Erreichbarkeit lassen vielen Angestellten kaum noch Luft zum Atmen. Was als normaler Leistungsdruck beginnt, verwandelt sich leise in Überforderung, Erschöpfung und in das Gefühl: Ich schaffe das alles nicht mehr. Hinzu kommen Zukunftsängste und ein nahezu lähmendes Gedankenkarussell, das scheinbar keine Pause zulässt.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Warum leiden viele Menschen unter Stress am Arbeitsplatz? Zu viele Aufgaben, fehlendes Personal und ineffiziente Arbeitsbedingungen können zu einer Überbelastung deiner Mitarbeiter:innen führen. Das gilt es jedoch zu vermeiden, um das Personal zu schützen. 
  • Was sind die Folgen von Stress und Überforderung? Viele überlastete Arbeitnehmer:innen leiden unter verschiedenen physischen und psychischen Folgen. Meistens sind Schlafprobleme, Nervosität, Gereiztheit und auch Kopfschmerzen die Folge. 
  • Was kann helfen, Stress am Arbeitsplatz zu vermeiden? Neben einem guten Zeitmanagement, das du als Unternehmer zur Verfügung stellst, ist vor allem eine solide Work-Life-Balance entscheidend. 

Bildquelle: iStock / Mary Long

Wie entsteht Stress am Arbeitsplatz?

Angst um den Arbeitsplatz, zu viele Aufgaben und auch mangelnde Unterstützung kann auf Dauer Stress am Arbeitsplatz bei deinen Mitarbeiter:innen verursachen. Das führt langfristig zu einer Überbelastung, die sogar die Lebensfreude zerstören kann.1 Viele Betroffene schweigen allerdings, weil sie fürchten, schwach zu wirken.

Claudia, 59 Jahre, berichtet, wie sich ihr Arbeitsalltag unter Stress und Druck für sie anfühlt: 

„Ich merke schon morgens, wenn ich aufwache, wie schwer mir alles fällt. Mein Kopf ist voll, noch bevor ich überhaupt im Büro sitze. Es fühlt sich an, als würde eine unsichtbare Last auf meinen Schultern liegen – Deadlines, Erwartungen. Alles läuft gleichzeitig.

Im Team gebe ich mir Mühe, mir nichts anmerken zu lassen. Ich lache, nicke, stimme zu. Aber innerlich dreht sich alles. Mein Herz rast, ich schlafe schlecht, und manchmal starre ich minutenlang auf den Bildschirm, ohne überhaupt zu wissen, was ich da tue.

Am meisten Angst macht mir die Unsicherheit. Bin ich gut genug? Halte ich das auf Dauer aus? Was ist, wenn ich irgendwann einfach nicht mehr kann?“

80 Prozent aller Angestellten haben mit Stress auf der Arbeit und Symptomen zu kämpfen. Ein stabiles Gefühl von Sicherheit ist jedoch der Grundstein für die körperliche sowie seelische Gesundheit. 

Was kann ich bei Stress am Arbeitsplatz tun?

Wenn deine Angestellten müde aussehen, fahrig reagieren oder sich schnell überfordert fühlt, solltest das für dich als Unternehmer:in oder Abteilungsleiter:in ein Alarmsignal sein.2 Wichtig ist in erster Linie, negative Gefühle verschwinden zu lassen. Bereits kleine, aber gezielte Schritte können viel bewirken und helfen, den Stress bei der Arbeit zu reduzieren: 

  • Aufgaben fair und durchdacht verteilen
  • zusätzliche Ressourcen einplanen, wie durch weiteres Personal
  • regelmäßige Feedbackgespräche führen
  • offene Kommunikation im Unternehmen aktiv fördern

Der Autor Thomas Hartmann erklärt auf einfache Art und Weise in einem Buch „Stress oder Gesundheit? Der Weg in ein gesundes Leben“: „[…] Stress lässt sich nicht vollständig vermeiden. Wir sind ihm überall in unserer Umgebung ausgesetzt – sei es durch Lärm, Strahlung, Verkehr, Massenveranstaltungen oder Umweltgifte. Auch […] flimmernde Monitore und Leistungsdruck oder fortwährend negative Nachrichten zählen dazu. Dauerstress macht uns krank und stressinduzierte Symptome oder Erkrankungen haben in den vergangenen Jahren zugenommen.“ (Seite 13)

Ein Umbruch der Arbeitssituation passiert selten von heute auf morgen – aber es ist möglich. Du kannst als Unternehmer:in oder Geschäftsführer:in jedes Teammitglied optimal unterstützen, was zur Linderung von Alltagsängsten sowie zur besseren Stressbewältigung am Arbeitsplatz führt.3 Das Unternehmen profitiert langfristig von

  • weniger Fehlzeiten durch präventive Unterstützung
  • gestärkte Widerstandskraft der Mitarbeiter*innen (Resilienz)
  • positive Signale für eine wertschätzende Unternehmenskultur
  • eine vorteilhaftere Reputationzufriedenes Personal macht Eindruck auf Kund:innen und Geschäftspartner:innen

Einzelgespräche können in diesem Rahmen deinen Angestellten helfen, Druck abzubauen, Lösungen für seelisches sowie körperliches Wohlbefinden zu finden und wieder neue Hoffnung zu schöpfen.4 

Die stille Last lösen – wir helfen dir dabei!

„Werde ich meinen Job behalten?“, „Kann ich mithalten?“ – solche Zukunftsängste belasten nicht nur einzelne Mitarbeiter:innen, sondern in vielen Fällen ganze Teams. Sie führen zu Misstrauen, innerer Kündigung und sinkendem Leistungsabfall.

Allerdings kann jedes Unternehmen die Handbremse ziehen und somit ein starkes Signal setzen: Wir sehen dich! Wir kümmern uns um dich! Professionelle Beratungen schenken dem Personal nicht nur Klarheit, sondern auch Sicherheit und Zuversicht. Das wirkt sich direkt positiv auf die Motivation und Gesundheit deines gesamten Personals aus. 

Stärke die psychische Gesundheit deiner Belegschaft – mit diskreter, fundierter und wirksamer Beratung durch das Roter Faden Online Beratungsteam.

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FAQ 

Warum ist psychologische Beratung im Unternehmen sinnvoll?


Weil sie Belastungen früh abfängt, bevor sie zu Krankheit oder Kündigung führen. Unternehmen sparen effektiv Kosten und stärken gleichzeitig ihre Mitarbeiter:innen.

Ist die Beratung bei RFO vertraulich?


Ja. Die Gespräche sind DSGVO-konform, anonym buchbar und nicht für HR einsehbar.

Welche Themen können angesprochen werden?


Von akutem Stress, Ängsten und Zukunftssorgen bis zu Fragen der persönlichen Weiterentwicklung: Alles, was deine Mitarbeiter:innen bewegt, findet in unseren Beratungsgesprächen Raum und Platz.

Quellen

1 De Lange, A. H., Taris, T. W., Kompier, M. A. J., Houtman, I. L. D., & Bongers, P. M. (2004). The relationships between work characteristics and mental health: Examining normal, reversed and reciprocal relationships in a 4-wave study. Work & Stress, 18(2), 149–166

2 Ganster, D. C., & Rosen, C. C. (2013). Work stress and employee health: A multidisciplinary review. Journal of Management, 39(5), 1085–1122

3 Kivimäki, M., Virtanen, M., Elovainio, M., Kouvonen, A., Väänänen, A., & Vahtera, J. (2012). Work stress in the etiology of coronary heart disease — a meta-analysis. Scandinavian Journal of Work, Environment & Health, 38(1), 25–32

4 Richardson, K. M., & Rothstein, H. R. (2008). Effects of occupational stress management intervention programs: A meta-analysis. Journal of Occupational Health Psychology, 13(1), 69–93