Ratgeber Sichere Bindung verstehen und schrittweise entwickeln

Die sichere Bindung zu wichtigen Bezugspersonen gilt als eine der Grundbedürfnisse des Menschen. Bereits Neugeborene benötigen das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit, um gesund aufwachsen zu können. Damit das gelingt, ist es an den Bezugspersonen, wie den Eltern oder Großeltern, dem Kind Wärme, Halt und Liebe zu schenken. Ist das nicht möglich, fühlt sich das Kind verunsichert. Es wächst mit Stress und Zweifeln auf. Diese sorgen dafür, dass das Kind auch in späteren Jahren kaum in der Lage ist, eine gesunde Bindung zu anderen Menschen aufzubauen. Doch es gibt Hoffnung.

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Das Wichtigste in Kürze:

  • Was ist unter einer sicheren Bindung zu verstehen? Eine sichere Bindung stellt eine Beziehung zwischen zwei Personen dar, die auf Vertrauen und Sicherheit aufgebaut ist. Sie baut auf Vertrauen, gegenseitiger Unterstützung und Liebe auf. Die sichere Bindung erlernen Kinder unbewusst in der Regel von ihren Bezugspersonen, indem sie ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit erfahren.
  • Gibt es noch andere Bindungstypen? Neben den sicheren Bindungstypen gibt es laut Bowlby und Ainsworth noch die unsicher-vermeidbaren Bindungstypen, den unsicher-ambivalenten Bindungstypen und den unsicher-desorganisierten Bindungstypen. Doch jedes Bindungsmuster lässt sich auflösen und neu anlegen.
  • Wie sieht eine sichere Beziehung aus? Eine sichere Bindung zeichnet sich durch Vertrauen, gegenseitige Unterstützung und die Fähigkeit zur emotionalen Nähe aus. In einer sicheren Bindung fühlen sich Menschen geborgen und können ihre Gefühle offen zeigen, sowohl positive als auch negative.
  • Können unsichere Menschen eine sichere Bindung erlernen? Mithilfe von psychologischen Beratungen und der Bereitschaft zur Entwicklung ist es möglich, persönliche Probleme aufzuarbeiten. Dabei werden alte Muster anerkannt, reflektiert und neue Bindungsmuster angelegt. Das benötigt Zeit, Geduld und Verständnis für alle beteiligten Parteien.

Wie entsteht eine sichere Bindung im Kindesalter? 

Die Wissenschaft weiß längst, dass Babys bereits im Mutterleib Stimmen wahrnehmen und sogar unterscheiden können. Reden Eltern schon mit dem ungeborenen Kind, entwickelt sich eine Bindung, die die Eltern-Kind-Beziehung stärkt. Ist das Kind geboren, saugt es alle Eindrücke auf. Es hört nicht nur Stimmen, sondern sieht auch Gesichter und spürt im besten Fall Liebe. Der Körperkontakt und regelmäßige „Kuscheleinheiten“ stärken die soziale Kompetenz. Das Kind wächst demnach behütet und beschützt auf.1  

Beispiel: Schreit ein Baby, eilen Eltern in der Regel zu ihrem Kind, um es zu beruhigen. Das Kind erhält eine frische Windel, Nahrung und Liebe. Diese Eindrücke nimmt das Kind als positive Erfahrung wahr. Es spürt: „Ich werde gesehen, ich werde gehört, ich werde geliebt.“ Diese Informationen speichert das Kind in seinem Nervensystem ab und formt somit eine Bindungserwartung.  

Anders verhält es sich, wenn ein Kind in einem Umfeld aufwächst, in dem Eltern kaum Emotionen zeigen, keine körperliche Nähe zulassen und Wut oder Aggression gegen das Kind hegen. Langfristig betrachtet, wirkt sich dieses Verhalten massiv auf die Entwicklung des Kindes aus. Es lernt, kein Vertrauen aufzubauen, kann keine Empathie entwickeln und kämpft allein mit seinen Eindrücken – auch beim Zusammentreffen mit Fremden.2 Trost oder Liebe lernt es kaum bis gar nicht kennen. Sämtliche Beziehungsmuster haben einen enormen Einfluss auf das Bindungsverhalten vom Kleinkind bis zum Erwachsenenalter. 

Beispiel: Das Baby schreit, doch sein Weinen findet kein Gehör. Die Eltern sind vielleicht überfordert, nicht anwesend oder mit anderen Dingen beschäftigt. Das Kind spürt, dass niemand reagiert. Es wird immer weiter weinen. Dabei baut sich Stress auf, der dauerhaft entwicklungsbedingte Probleme verursacht und sogar langfristige Schäden mit sich bringen kann. Unzureichende Pflege und Bindung kann zudem Entwicklungsverzögerungen und Beziehungsstörungen fördern.3  

Wie sieht eine sichere Bindung aus? 

Der britische Kinderpsychiater und Psychoanalytiker John Bowlby und die US-amerikanische Psychologin Mary Ainsworth entwickelten eine Bindungstherapie mit verschiedenen Bindungstypen. Sie stellt fest, dass sich frühe Beziehungen zu primären Bezugspersonen auf die emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes auswirken können. Kinder, die ihren Bezugspersonen vertrauen, können im Laufe der Zeit eine sichere Bindung aufbauen. Sie fühlen sich gut aufgehoben, verstanden und geliebt. Gleichzeitig entwickeln sie ein gesundes, positives Selbstwertgefühl, das sie von ihren Bezugspersonen vermittelt bekommen: „Du bist wichtig. Du bist gut, wie du bist. Du wirst geschätzt.“ Dabei entsteht bei den meisten Kindern und Jugendlichen im Idealfall eine sichere Bindung zu mehr als einer Person.  

Durch ein ausgewogenes Verhältnis zu mehreren Bezugspersonen lernen Kinder und Jugendliche, sich emotional zu öffnen. Sie sprechen über ihre Gefühle und können sie regulieren. Sie vertrauen ihren Eltern oder Großeltern und sind deshalb auch in der Lage, eine stabile Beziehung in späteren Jahren aufzubauen. Das Kind weiß demnach, dass es von anderen Menschen Hilfe erhalten und auch Unterstützung liefern kann. Getreu dem Motto „Gemeinsam sind wir stark!“ 

Gibt es verschiedene Bindungstypen? 

Neben der sicheren Bindung gibt es drei weitere Bindungstypen. Während die sichere Bindung dem Kind Halt und Orientierung schenkt, zeichnen sich die anderen Bindungstypen durch weniger vorteilhafte Merkmale aus, die sich nachteilig auf das Wohl und die Bindung des Kindes auswirken:

  • Unsicher-vermeidender Bindungstyp:  Die Eltern gehen zu wenig auf die Bedürfnisse des Kindes ein. Das Kind lernt bereits in jungen Jahren, seine Wünsche zu unterdrücken oder gar nicht zu äußern. Es weiß, dass ihm nicht geholfen wird und er keine Hilfe zu erwarten hat. Das Kind wird früh selbständig, lehnt Hilfe von außen ab und entwickelt eine kühle, distanzierte Seite. 
  • Unsicher-ambivalenter Bindungstyp: Das Kind hat verschiedene Erfahrungen gemacht. Es hat viel Aufmerksamkeit von Bezugspersonen erhalten, manchmal aber auch für sich selbst sein müssen. Deshalb klammern diese Kinder häufig an ihren Bezugspersonen und sind häufig nur bedingt selbständig. Dieses Verhalten kann sich bis ins Erwachsenenalter ziehen. 
  • Unsicher-desorganisierter Bindungstyp: In diesem Fall ist die Bindung von Kind zu Bezugspersonen gestört. Das kann aufgrund von Vernachlässigung, traumatischen Erlebnissen oder Missbrauch herrühren. Die Kinder weisen in der Regel ein widersprüchliches, aggressives und verletztes Verhalten auf. Nicht selten ergreifen sie die Flucht vor anderen Menschen, sind scheu und vor allem misstrauisch.4 

Sarah, 37 Jahre alt, ist in einem Elternhaus aufgewachsen, in dem die Eltern nicht immer auf ihre Kinder eingegangen sind: 

„Manchmal frage ich mich, wie andere das machen – dieses Vertrauen. Dieses Selbstverständliche, mit dem sie sich anlehnen, jemandem in die Augen schauen, um Hilfe bitten. Ich kann das nicht gut. Ich weiß meistens gar nicht, was ich überhaupt brauche, geschweige denn, wie ich es sagen soll.

Ich bin früh auf mich allein gestellt gewesen. Nicht weil ich wollte, sondern weil da einfach niemand war, der mich wirklich gesehen hat. Ich habe gelernt: Gefühle sind gefährlich. Sie führen zu Enttäuschung, zu Ablehnung, zu Chaos. Also hab ich sie irgendwann eingesperrt. Am Anfang war es schwer, aber mit der Zeit wurde ich besser darin. Irgendwann hab ich kaum noch gespürt, dass da was fehlt.

Die anderen sagen manchmal, ich sei stark. Unabhängig. Klar. Aber ehrlich gesagt… das ist Tarnung. Ein Überlebensmodus. Wenn ich ehrlich bin, fühle ich mich oft wie ein Kind, das sich in einem viel zu großen Mantel versteckt. Ich wünschte, ich könnte mich fallen lassen. Aber da ist sofort diese Stimme in mir: „Verlass dich bloß auf niemanden. Du wirst sonst verletzt.“

Jedes Kind hat jedoch ein Recht darauf, sicher und behütet aufwachsen zu dürfen. Damit das gelingt, müssen die Reaktionen der Eltern für das Kind nachvollziehbar sein. Das Kind kann das Verhalten begreifen und die Konsequenzen erkennen. Es werden vorrangig die Grundbedürfnisse gestillt und das Kind erhält Orientierung, Liebe und Nähe. 

Tipp: Eine liebevolle und behütete Kindheit zu erfahren bedeutet für Eltern nicht, dass sie alle Wünsche ihrer Kinder erfüllen müssen. Kinder und Jugendliche müssen ebenso lernen, mit Enttäuschung oder Frust umgehen zu können. Wichtig ist, dass Kinder lernen, warum sie nicht immer einen Wunsch erfüllt bekommen. In diesen Fällen ist es empfehlenswert, dass Eltern offen mit ihren Kindern kommunizieren, damit die Reaktionen für den Nachwuchs nachvollziehbar sind.  

Kann sich das Bindungsmuster im Laufe der Jahre verändern? 

Obwohl die Basis der sicheren Bindung in den ersten Lebensjahren angelegt wird, gibt es auch im späteren Leben die Möglichkeit, eine schwache Bindung mit viel Liebe und Geduld zu stärken. Was die meisten Kinder brauchen, ist eine sichere Bindung. Dazu sind viel Zuneigung, Zeit und eine angemessene Reaktion seitens der Eltern auf die Bedürfnisse der Kinder notwendig. Das ändert sich in der Jugendphase, in der die meisten Kinder das Bedürfnis der Autonomie haben. Es kann sich also von seinen Eltern für eine gewisse Zeit trennen, sucht aber immer wieder ihre Nähe und baut positive Gefühle zu den Bezugspersonen weiter aus. 

Kinder, die sicher aufgewachsen sind, entwickeln sich zu Erwachsenen, die eine sichere Bindung mit einem Partner aufbauen können. Außenstehende können dies daran erkennen, wenn Menschen in der Lage sind, 

  • ihre Gefühle den Situationen entsprechend anzupassen
  • Vertrauen in andere Menschen aufzubauen
  • effizient kommunizieren zu können
  • sich in Beziehungen mit anderen Menschen wohlzufühlen
  • sich selbst und die Partnerschaft gut reflektieren zu können
  • Kritik gut und konstruktiv bewältigen zu können
  • ein hohes Selbstwertgefühl zu besitzen 

Ebenso ist die erwachsene Person in der Lage, sich zu binden und eine langfristige, vertrauensvolle Beziehung zu einer anderen Person aufzubauen. Sie interagieren vorteilhaft, können Gefühle mit ihren Menschen teilen und haben Freude an der Bindung. Insgesamt fühlen sie sich wohl und finden sich in der Partnerschaft gut zurecht.  

Tipp: Das bedeutet jedoch nicht, dass zwei Personen, die nach einem sicheren Bindungsmuster leben, nicht zu Streitereien neigen. Zwar ist Streit, Eifersucht oder Ärger kaum ein Thema. Dennoch können beide Parteien auf Augenhöhe und reflektiert miteinander umgehen. Dazu gehört es auch, verschiedene Meinungen zu vertreten und diese durchzusetzen.  

In ihrem Werk “Selbstwert ist kein Zufall” von Nicole Katzenschlager, erzählt die Autorin und psychologische Beraterin, wie Selbstwert entsteht: “Manche Menschen spüren ihren Selbstwert kaum – oder nur dann, wenn sie leisten, sich anpassen oder durchhalten. Vielleicht kennst du auch die Frage: „Ist das überhaupt etwas in mir, das zählt?“ Selbstwert ist kein Gefühl, das einfach auftaucht. Es ist auch keine Fähigkeit, die man sich antrainiert. Selbstwert ist ein innerer Zustand, der in Beziehung entsteht (Bowlby, 1969; Ainsworth, 1978; Schore, 2003) Wenn wir in unseren früheren Jahren Resonanz, Sicherheit und emotionale Verlässlichkeit erleben dürfen, entsteht in uns ein inneres Wesen: Ich bin okay. Ich bin wichtig. Ich bin wirksam.“ (Seite 19) 

Im Grunde sucht jeder Mensch nach Liebe. Menschen, die in ihrer Kindheit Sicherheit erfahren haben, führen stabile BeziehungenSie vertrauen, bieten Sicherheit und können eine harmonische Beziehung zum Partner oder der Partnerin aufbauen. Das bedeutet jedoch nicht, dass Menschen, die andere Bindungsstile in ihrer Kindheit oder in früheren Beziehungen aufgebaut haben, keine guten Partnerschaften führen können. 

Tipp: Die meisten Menschen wünschen sich glücklich zu sein. Damit das besser gelingt, helfen psychologische Beratungen weiter, in denen Menschen mit unsicheren Bindungsstilen den Umgang mit Konflikten und persönlichen Problemen umzugehen lernen. 6  

Woher weiß ich, ob ich in der Lage bin, anderen eine sichere Bindung zu bieten? 

Mithilfe einer Checkliste oder einem Selbsttest ist es jedem Menschen möglich, eine Selbsteinschätzung vorzunehmen. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um eine fachliche Diagnose, sondern um einen Einblick in die eigene Gefühlswelt. Somit lässt sich ermitteln, ob die Beziehung in Partnerschaften oder zu Freunden sowie Kollegen sicher und positiv für alle Beteiligten ist.  

Emotionale Verfügbarkeit

  • Bin ich emotional präsent? Kann ich auch für andere Menschen da sein, selbst dann, wenn es mir schlecht geht oder ich gestresst bin?
  • Kann ich Gesprächen problemlos folgen, ohne meine eigenen Erfahrungen einzubringen?
  • Reagiere ich angemessen, ohne Bewertungen abzugeben? 

Reflexion: Entsprechen Personen einem sicheren Bindungstypen, können sie innerlich mitfühlen. Sie hören zu, ohne eigene Geschichten mitzuteilen. Das ist nur möglich, wenn sie emotional sicher sind.  

Feinfühligkeit

  • Erkenne ich, wenn mein Gegenüber Unterstützung benötigt? 
  • Bin ich in der Lage, das Gesagte zu verarbeiten und entsprechend zu reagieren?
  • Kann ich Hilfe liefern und Unterstützung bieten, wenn es nötig ist? 

Reflexion: Personen, die über eine sichere Bindung verfügen, können andere Personen “sehen” und verstehen – vollkommen ohne Wertung.  

Verlässlichkeit

  • Halte ich Zusagen ein? Bin ich ein zuverlässiger Mensch?
  • Bin ich impulsiv, sprunghaft und handele gelegentlich unbedacht?
  • Können sich Familie, Freunde und Kollegen immer auf mich verlassen? Auch dann, wenn es schwierig wird? 

Reflexion: Personen mit sicheren Bindungstypen bieten Verlässlichkeit. Nicht nur zu besonderen Anlässen, sondern auch im Alltag.  

Bindung reflektieren

  • Wie ist die Bindung in meiner Familie gewesen? Gab es Zuneigung, Trost und Liebe?
  • Wie reagiere ich auf emotionale und körperliche Nähe? Kann ich Rückzug ermöglichen oder klammere ich in ernsten Situationen?
  • Verspüre ich in Beziehungen Angst, verlassen zu werden oder nicht ausreichend zu sein? 

Reflexion: Aufgrund unserer frühkindlichen Erfahrungen entwickeln wir spezielle Beziehungsmuster. Eine sichere Bindung bedeutet, Muster bei anderen Menschen bewusst erkennen und auch verändern zu können.  

Konfliktbewältigung

  • Kann ich Konflikten aus dem Weg gehen?
  • Kann ich Schuldzuweisungen vermeiden?
  • Wie reagiere ich, wenn ich enttäuscht bin? Wie kann ich meine Wut kompensieren? 

Reflexion: Konflikte bleiben niemals aus. Sie können in Beziehungen, im Arbeitsalltag und zwischen Freunden durchaus aufkommen. Personen mit sicherer Bindung können mit Konflikten umgehen und handeln lösungsorientiert.  

Wer diese Fragen öfters mit „Nein“ beantwortet hat, sollte sich nicht selbst verurteilen. Niemand kann alle Punkte perfekt lösen. Entscheidend ist auch nicht Perfektion, sondern Selbstreflexion und emotionale Verantwortung. Wenn du jedoch merkst, dass du bei einigen Fragen unsicher geworden bist und Fragezeichen entstanden sind, kann das eine Einladung zur Weiterentwicklung sein. Bindungsfähigkeit lässt sich erlernen, und zwar in jeder Lebensphase. Unsere psychologischen Berater:innen helfen dir gerne weiter und unterstützen dich bei deiner persönlichen Entwicklung.  

Fazit: Sichere Bindung lässt sich erarbeiten 

Sichere Bindung ist nicht nur etwas, über das Menschen verfügen oder nicht. Sie ist auch etwas, das wir jederzeit gestalten können. Sie ist in jeder Begegnung, in jedem Dialog, in jedem Moment, in dem wir einander wirklich sehen. Sie beginnt meistens mit kleinen Gesten, mit echtem Interesse und mit emotionaler Präsenz. Dabei wirkt sie oft leise, fast unscheinbar und ist doch tief in uns verwurzelt – als heilende Kraft und als Quelle des Vertrauens. Sie gilt als Fundament für ein gelingendes Leben in Beziehung. Wenn du deine Bindungsmuster aufarbeiten möchtest und deine Bindung im Leben zu deiner Familie, deinem Partner oder deiner Partnerin oder Freunden festigen möchtest, stehen wir dir gerne zur Seite.  

Über ein kostenloses Infogespräch mit unserer Klient:innenbegleitung erhältst du erste wertvolle Informationen an die Hand und kannst dich über unsere psychologischen Berater:innen informieren. In den Terminen erhältst du Orientierung, kannst persönliche Probleme besprechen und Lösungswege finden, die zu dir und deinem Leben passen. Informiere dich noch heute und buche einen Termin bei uns! 

FAQ

Was bedeutet Bindung?

Bindung wird als emotionale Verbindung zwischen zwei Menschen bezeihcnet. Ist die Verbindung sicher, fühlen sich Menschen wohl und geborgen.

Was ist eine sichere Bindung?

Wächst ein Kind sicher auf, zeigt es ein Bindungsverhalten, das es bewusst weiß, wie es mit anderen Menschen umgeht. Es kann seine Bedürfnisse zeigen und andere deutlich wahrnehmen. Das Kind hat Vertrauen in seine Bezugspersonen und wächst mit einem sicheren, positiven Lebensgefühl auf.

Wie können Menschen eine sichere Bindung aufbauen?

Um eine sichere Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen, ist Feinfühligkeit und Reflexion wichtig. Über Körpersprache, Augenkontakt und Kommunikation ist es möglich, emotionale Verbindungen zu erzielen. Bieten wir ein sicheres Umfeld, stärkt diese das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Mitmenschen.

Können unsichere Bindungstypen eine sichere Bindung in späteren Jahren erlernen? 

Bindungsmuster sind keine Muster, die sich nicht verändern lassen. Auch Menschen mit unsicheren Bindungstypen können mit Geduld, Zeit und Reflexion positive Bindungsmuster erzielen. Wichtig ist, dass das Gespräch mit psychologischen Beratern erfolgt, bei dem persönliche Erfahrungen besprochen und Lösungsansätze erarbeitet werden.


Quellen:

1 Bowlby, J. (1969). Attachment and loss: Vol. 1. Attachment. New York: Basic Books

2 Ainsworth, M. D. S., Blehar, M. C., Waters, E., & Wall, S. (1978). Patterns of attachment: A psychological study of the strange situation. Hillsdale, NJ: Erlbaum.

3 Schore, A. N. (2001). The effects of early relational trauma on right brain development, affect regulation, and infant mental health. Infant Mental Health Journal, 22(1-2), 201–269. https://doi.org/10.1002/1097-0355(200101/04)22:1<201::AID-IMHJ8>3.0.CO;2-9

4 Main, M., & Solomon, J. (1990). Procedures for identifying infants as disorganized/disoriented during the Ainsworth Strange Situation. In M. T. Greenberg, D. Cicchetti & E. M. Cummings (Eds.), Attachment in the preschool years: Theory, research, and intervention (pp. 121–160). Chicago: University of Chicago Press

5 Mikulincer, M., & Shaver, P. R. (2007). Attachment in adulthood: Structure, dynamics, and change. New York: Guilford Press

6 Wallin, D. J. (2007). Attachment in psychotherapy. New York: Guilford Press